Vater unser...

 

Wer dabei war, wird sich vielleicht noch erinnern: an die Gedanken von Pfarrer Koschig zum Vater-unser-Gebet. Vor einigen Wochen sprach er darüber in unserem Gottesdienst.

 

Mir gehen die Gedanken jedenfalls immer noch durch den Kopf, die er uns mit auf den Weg gegeben hat zu zwei Zeilen dieses Gebets…

 

Da ist zuerst die Anrede: Vater unser!

 

Wie oft haben wir das schon gesprochen – laut, leise, in Gedanken. Aber haben wir, haben Sie schon einmal inne gehalten, nachgedacht, was uns da über die Lippen geht?

 

Wir sprechen Gott als Vater an. Und wenn wir der Sache auf den Grund gehen, einen Blick in den Urtext wagen, lesen wir dort im Aramäischen das Wort „Abba“. In dieser Anrede schwang für die Menschen um Jesus viel mehr mit als nur einfach „Vater“. Wer Gott mit „Abba“ anredete, für den klang das eher wie „Papa“, er sprach zu einem Vater, der sich voller Liebe seinen Kindern zuwendet, der ihnen zur Seite steht und ganz besonders den Schwachen, Armen und Ausgegrenzten.

 

Was ist das für ein Gott, den ich so ansprechen darf, ja soll… | Thomas Lazar

Gebet in stiller Stunde