Himmelreichstraße
Himmelreichstraße in Magdeburg | Foto: F. Simon Pfarrbriefservice

Dein Reich komme

 

 

 

„Dein Reich komme“ bitten wir am Beginn des Vater-unser-Gebetes. Das geht uns oft leicht über die Lippen. Aber was meinen wir, wenn wir von Gottes Reich sprechen? Wollen wir wirklich, dass es schon jetzt und hier beginnt? Welche Idee haben wir von Gottes Reich?

 

Die Theologen lehren: Gottes Herrschaft in unserer Welt hat schon begonnen. Sie sprechen vom „Schon und noch nicht“. Mit der Geburt Jesu am Weihnachtstag, mit der Menschwerdung des Sohnes, hat Gott seine Herrschaft in unserer Welt sichtbar und greifbar aufgerichtet. Wir leben schon unter seiner Herrschaft. Das Gottesreich hat bereits begonnen. Die Vollendung allerdings – und das spüren wir jeden Tag – steht noch aus. Wir haben nicht den Himmel auf Erden.

 

Gottes Reich kann durch unser Tun und Lassen wachsen. Jede und jeder ist herausgefordert, Gottes Herrschaft zu verwirklichen. Gott traut das jedem von uns zu!

 

Wenn wir also bitten „Dein Reich komme“, dann nehmen wir uns auch selbst in die Pflicht. Wir – so ermuntert uns Jesus – sollen das Salz der Erde und Licht der Welt sein.

 

Wenn wir in diesem Sinn leben, dann wächst Gottes Herrschaft. Dann wird der Mensch wirklich frei. Dann entsteht auf unserer Erde zunehmend Frieden und Eintracht. Es liegt also auch an uns.

 

Gebet: Herr, mache mich zu einem Werkzeug Deines Friedens…