Gerufen

 

„Kommt her, folgt mir nach! Ich werde Euch zu Menschenfischern machen.“ Diese Worte hören wir an diesem Sonntag im Evangelium. „Kommt her, folgt mir nach!“ Jesus sagt das zu Simon und Andreas, die gerade beim Fischen waren. Sie hören Jesus und sind von seiner Rede offenbar tief berührt, ja begeistert. Simon und Andreas wollen mehr erfahren von Jesus. Sie werden seine ersten Jünger.

 

Wenn wir die Worte am Sonntag hören – „Kommt her, folgt mir nach!“ – dann sagt Jesus sie auch zu uns. Auch zu Dir.

 

Aber wie kann meine Nachfolge aussehen… Wie kann ich Jesus folgen… Und was heißt Nachfolge überhaupt…

 

Jeder von uns, denke ich, wird von Jesus angesprochen. Für jeden von uns hat Gott einen Plan | Psalm 139. Es ist sicher nicht immer einfach, den zu erkennen. Ich selbst habe oft an meiner Berufung gezweifelt und mich immer wieder gefragt: Was will Gott von mir?

 

Ich war mir eigentlich sicher, doch dann kam plötzlich alles anders. Manchmal können offenbar viele Jahre vergehen, und erst spät liegt der Weg wieder gut sichtbar vor einem. Erst dann können wir auch manche Umwege verstehen.

 

„Kommt her, folgt mir nach!“ Wenn ich mich auf das einlasse, was Gott mit mir vorhat, dann komme ich mit mir ins Reine. Davon bin ich fest überzeugt. Gott meint es gut mit mir. Er will, dass mein Leben gelingt. Jesus „will keinen Zwang und Druck ausüben. Er will uns in aller Freiheit gewinnen für den Weg, den er uns vorangegangen ist“ (Bischof Joachim Wanke).

 

  • Bin ich bereit, mich Gottes Anruf zu öffnen?
  • Kann und will ich mich auf das Unerwartete einlassen?
  • Herr, guter Gott, was hast Du mit mir vor, wie kann ich Dir folgen?

Psalm 139: Du bist vertraut mit all meinen Wegen

Foto: Friedbert Simon | pfarrbriefservice.de