Blick auf die Erdkugel

Geheiligt werde dein Name

 

Am Beginn dieses Semesters haben wir auf das Vater-unser-Gebet geschaut. Pfarrer Koschig hat unseren Blick auf die Vergebungsbitte gelenkt, die dann überraschend in unserer Kirche recht intensiv diskutiert wurde. Auch über die Anrede Gottes als „unser Vater“ haben wir nachgedacht.

 

Heute und in den kommenden Wochen möchte ich noch einmal auf das Gebet zurückkommen; auf das Gebet, das in der Tat alle Christen miteinander vereint.

 

Gleich nachdem wir uns Gott zugewendet haben – Vater unser im Himmel – folgt die erste Bitte: Gott soll seinen Namen in unserer Welt heiligen. Darum bitten wir: Geheiligt werde dein Name!

 

Der Name Gottes – Gott selbst – wird geheiligt, wenn seine Herrlichkeit in unserer Welt aufstrahlt. Die Herrlichkeit Gottes aber, so sagt es der Kirchenvater Irenäus, das ist der lebendige Mensch. Das sind wir.

 

Gott hat uns nach seinem Bild geschaffen. Ihm gleich sind wir geschaffen.

 

Wir heiligen den Namen Gottes, wenn wir diesem Bild entsprechen.
Wenn ich der Idee, die Gott von mir hat, immer ähnlicher werde.
Wenn in mir etwas von seiner Liebe und Barmherzigkeit zu den Menschen und zu seiner wunderbaren Schöpfung sichtbar wird.

 


Seh´ ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
du hast ihn gekrönt mit Pracht und Herrlichkeit. | Psalm 8,4-6